I: Wir beginnen mit der Frage, wie die vergangenen Jahre in der Gegenwart weitererzählt werden.
T1: Man hat vieles abgelegt, aber es ist nicht verschwunden. Es sitzt in den Gewohnheiten und in der Sprache.
T2: Vielleicht gerade dort, wo man sich für unpolitisch hält, merkt man, wie viel fortbesteht.
T3: Ich glaube, dass sich das Schweigen besser organisiert hat als das Erinnern.
I: Würden Sie sagen, dass diese Form des Schweigens die Demokratie mitprägt?
T1: Ja, weil sie bestimmt, worüber man sprechen darf, ohne in Konflikt zu geraten.